STREITSACHE:
Gibt es ein Recht auf medizinische Behandlung mit KI?

Ein fiktives Gerichtsverfahren

22. September 2021 | Karlsruhe und virtuell | 19 Uhr

KI-basierte Assistenzsysteme können Ärztinnen und Ärzte künftig bei Diagnose und Behandlung von Krankheiten unterstützen. Müssen sie in Zukunft möglicherweise sogar zu Rate gezogen werden, wenn Patientinnen oder Patienten dies wünschen? Dieser Frage geht die Plattform Lernende Systeme gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover in einem fiktiven Gerichtsverfahren nach. Grundlage ist ein realitätsnaher Fall, der in einer stark vereinfachten Gerichtssituation nachgespielt wird. Fachleute aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Medizin und Ethik schlüpfen dazu in die Rolle der Sachverständigen und tauschen Argumente und Expertise aus. Das Publikum berät am Ende der Verhandlung, wie der Fall gelöst werden sollte.

Eine Anmeldung ist nur für die Teilnahme vor Ort notwendig. Der Livestream kann ohne Anmeldung verfolgt werden.

Der Fall

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Anton Merk hat Lungenkrebs und strebt die bestmögliche Therapie an. Er wünscht, dass die ihn behandelnden Ärztinnen und Ärzte dabei auf unterstützende medizinische KI-Systeme zugreifen. Die Klinik lehnt dies aus verschiedenen Gründen ab. Herr Merk klagt nun vor Gericht. Die Streitsache lautet: Gibt es ein Recht auf Behandlung mit KI? Der Fall orientiert sich an dem in der Plattform Lernende Systeme entwickelten Anwendungsszenario „Mit Künstlicher Intelligenz gegen Krebs“ (vgl. Multimedia-Reportage und Twopager).

Das Format

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Ein fiktives Gerichtsverfahren ist ein modernes Format der Wissenschaftskommunikation. In einem exemplarischen Fall werden Fakten, Argumente und bestehende Rechtslage auf lockere und dennoch seriöse Weise in verteilten Rollen präsentiert. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger und setzt weder juristisches noch medizinisches Fachwissen voraus.

Ziel ist, über Möglichkeiten von KI-Systemen im Gesundheitswesen aufzuklären, zugleich ihren Einsatz kritisch zu reflektieren und juristische Voraussetzungen zu klären, die ihren Einsatz ermöglichen. Damit adressiert die Veranstaltung auch Personen mit juristischem oder medizinischem Vorwissen. Das Publikum wird über unterschiedliche Feedbackmechanismen aktiv eingebunden.

Das fiktive Gerichtsverfahren „Streitsache: Gibt es ein Recht auf medizinische Behandlung mit KI?“ ist eine Veranstaltung der Plattform Lernende Systeme in Kooperation mit

Unterstützt wird die Veranstaltung durch Wissenschaft im Dialog.

Begrüßung

Jessica Heesen

Juristische Expertise und Konzeption

Susanne Beck

Die Sachverständigen

Klemens Budde

Peter Dabrock

Hannelore Loskill

Matthieu-P. Schapranow

Das Gericht:

Richterin: Daniela Sprengel | Leibniz Universität Hannover

Anwältin: Josefin Günther | Leibniz Universität Hannover

Anwalt: Simon Gerndt | Leibniz Universität Hannover