Was kann KI?
KI im Alltag
Wer heute ein Smartphone oder einen Computer bedient, hat mit Künstlicher Intelligenz zu tun. Oft auch, ohne dies zu wissen oder zu bemerken. KI beantwortet uns Fragen, navigiert uns unterwegs und empfiehlt Produkte oder Songs. Auch KI-Assistenten und Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini werden inzwischen von vielen Menschen im Alltag und Beruf genutzt, um beispielsweise Informationen zu recherchieren, Texte zu verfassen oder kreative Ideen zu entwickeln. Als intelligente Software steckt Künstliche Intelligenz mittlerweile in vielen technischen Geräten und macht uns das Leben leichter. Doch wird sie über kurz oder lang selbst das Kommando übernehmen? Was ist dran an gängigen Bedrohungsszenarien durch Künstliche Intelligenz?
Was kann KI – und was nicht?
Wenn man von Künstlicher Intelligenz spricht, kann man diese grob in zwei Kategorien aufteilen:
Starke KI
Schwache KI
Starke KI ist das, was wir aus Hollywood-Filmen kennen: Menschenähnliche Roboter, die – mal freundlich, mal auf Zerstörung aus – logisch denken und selbstständig handeln können. Das Ziel einer derartigen Superintelligenz ist es, die gleichen oder sogar höhere intellektuelle Fertigkeiten als der Mensch zu erlangen. Fakt ist: Davon sind wir weit entfernt. KI-Systeme übertreffen den Menschen bislang nur in Nischen, etwa im Schach. Die Frage, ob und wann eine KI mit menschenähnlichen oder sogar überlegenen geistigen Fähigkeiten entstehen könnte, wird in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft kontrovers diskutiert. Während einige Expertinnen und Experten langfristig große Fortschritte für möglich halten, sehen andere erhebliche technische und wissenschaftliche Hürden. Mehr zur aktuellen Diskussion über starke KI, ihre Möglichkeiten und Grenzen erfahren Sie in “KI Kompakt“ zu zur Artificial General intelligence (AGI).
Spracherkennung, Übersetzungsdienste, Navigationssysteme oder die Werbung, die wir angezeigt bekommen: All diese Systeme basieren auf schwacher KI. Ihr Kennzeichen: Sie löst konkrete, dabei durchaus komplexe Probleme mit Hilfe von Methoden aus der Mathematik und Informatik. Die KI greift dazu auf Millionen von Daten aus Datenbanken zurück, zieht mit Hilfe von trainierten Lernalgorithmen Rückschlüsse und gibt Empfehlungen. Entwickelt werden KI-Systeme heute von großen Softwareherstellern, der Industrie wie auch von Start-ups, die damit Lösungen für definierte Aufgaben entwickeln.
Vor diesem Hintergrund ist hervorzuheben, dass heutige große generative KI-Modelle, auch als Basis- oder Grundlagenmodelle bezeichnet, sich von früheren KI-Modellen unterscheiden, die explizit für einen bestimmten Zweck trainiert wurden. Sie haben etwa verschiedene Fähigkeiten in der Sprach-, Bild- oder Videoverarbeitung, können im Rahmen agentischer KI-Systeme Werkzeuge nutzen (z. B. Programme, Datenbanken) und auch für weitere spezifische Fähigkeiten wie z. B. Schlussfolgern in bestimmten Bereichen oder für bestimmte Aufgaben (z. B. Mathematik, Programmieren) angepasst werden, wenn entsprechende hochwertige Daten vorliegen. Allerdings sind solche Modelle dadurch nicht als starke KI anzusehen.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Generative KI – Alleskönner der Künstlichen Intelligenz?
Sprachmodelle wie ChatGPT & Co. können Fragen beantworten, Programmcode erstellen und wissenschaftliche Studien zusammenfassen. Andere generative KI-Systeme erstellen nach gewünschten Vorgaben Bilder oder Musikstücke. All das mit großer Rechenpower auf Basis von riesigen Datenmengen, lernenden Algorithmen und Wahrscheinlichkeiten. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und weitreichend – und werden in Alltag und Arbeit vieles verändern.
Generative KI bietet viele Chancen, ist jedoch nicht fehlerfrei. So können KI-Systeme überzeugend formulierte, aber inhaltlich falsche Antworten erzeugen (sogenannte Halluzinationen). Zudem lassen sich mit generativer KI täuschend echte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen erstellen (Deepfakes), die zur Verbreitung von Desinformationen oder für Betrugsversuche missbraucht werden können. Auch können KI-Systeme Verzerrungen aus ihren Trainingsdaten übernehmen und dadurch diskriminierende oder einseitige Ergebnisse liefern.
Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit generativer KI. Dazu gehört, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und – insbesondere bei wichtigen Entscheidungen – mit verlässlichen Quellen zu überprüfen. Personenbezogene oder vertrauliche Informationen sollten nur mit großer Vorsicht eingegeben werden. Außerdem sollte transparent gemacht werden, wenn Inhalte ganz oder teilweise mit KI erstellt wurden. Empfehlenswert ist es zudem, seriöse Anbieter zu nutzen und die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen der verwendeten Anwendungen zu beachten.
Mehr dazu in unserem Erklärfilm.
Wo kommt KI schon zum Einsatz?
Die Anwendungsfelder von KI-Technologien sind vielfältig. Wo KI heute und in naher Zukunft den Menschen unterstützt, zeigen beispielhaft folgende Bereiche.