Falschparker an e-Ladesäulen abschrecken

Die Akzeptanz von Elektromobilität hängt unter anderem von einer flächendeckenden Verbreitung von Ladesäulen ab. Nach den Plänen des Verkehrsministeriums sollen bis 2030 bundesweit eine Million Stromtankstellen zur Verfügung stehen. Aktuell gibt es laut Bundesnetzagentur etwa 36.000 e-Ladesäulen in Deutschland (Stand: Februar 2021). Ärgerlich: Die Parkplätze dort sind häufig ordnungswidrig zugeparkt. Das bayerische Unternehmen opdi-tex GmbH will dies mit einer KI-unterstützenden Lösung verhindern.

Die KI unterscheidet im Bruchteil einer Sekunde zwischen Falschparkern und E-Ladesäulenbenutzern. © opdi-tex

Das Erkennungssystem #opdiPark prüft mit Hilfe von Sensorik und neuronalen Netzen die ordnungsgemäße Belegung von Elektrotankstellen. Bei der Anfahrt der Ladestation aktiviert sich diese und der Stromtankstellenbenutzer wird mit blinkenden Lichtsignalen begrüßt. Vor und nach dem Ladevorgang wird das Kennzeichen auf dem Display angezeigt. Lädt das Fahrzeug keinen Strom oder bleibt es nach dem Abdocken weiter stehen, wird klar: Der Parkplatz ist unrechtmäßig besetzt. So sollen Falschparken oder zu langes Blockieren des Parkplatzes vor und nach dem Ladevorgang vermieden werden. Die an der Ladesäule installierte Kamera erstellt auch Beweisfotos mit dem Autokennzeichen.

Das Überwachungssystem basiert auf einem kamerabasierten Sensor. Es verfügt über ein vortrainiertes neuronales Netz und eine 5 Megapixel Raspberry Pi Minikamera. Für kontinuierlichen Betrieb nachtrainiert, startet das System automatisch nach Spannungsanlegung und schießt alle 10 Sekunden ein Bild. Der Datenaustausch erfolgt über eine Netzwerkverbindung. Das System ist kompakt und für den direkten Einbau in Ladesäulen konzipiert. Die gewonnenen Erkenntnisse kann der Betreiber der Ladesäule an entsprechende Plattformen, etwa den Ladeatlas, weiterleiten.

Einnahmequelle für Ladesäulenbetreiber

Opdi-tex richtet sich mit seiner KI-basierten Lösung sowohl an private als auch öffentliche Ladesäulenbetreiber. Mit blockierten Ladesäulen lässt sich auch Geld verdienen: Über die Erkennung der Autokennzeichen können Falschparker einerseits sofort überführt und dann zur Kasse gebeten werden. Auch eine Strafverfolgung bei Vandalismus und Beschädigung von Ladesäulen ist erst durch die Dokumentation des Schadens möglich. Bei Erschütterungen oder lauten Geräuschen an der Ladesäule nimmt #opdiPark automatisch ein zweiminütiges Video auf. Das Erstellen dieser Aufzeichnungen ist legal. Insbesondere Kommunen sind durch die direkte Handhabe bei Gebühreneinzug und Strafverfolgung behördentechnisch im Vorteil.

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