Webtalk: Wie Nachwuchskräfte von KI profitieren

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Arbeitswelt und stellt neue Anforderungen an die Beschäftigten. Für Absolvierende und Young Professionals eröffnen sich bei entsprechender Qualifizierung große Chancen, die digitale Transformation in Unternehmen mit voran zu treiben. In einem gemeinsamen Webtalk mit dem KI-Campus diskutierte die Plattform Lernende Systeme im Rahmen ihres Formats „KI.Impulse“ dazu Anfang Dezember mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung.

V.l.n.r.: Vortragende des Webtalks waren unter anderem Andrea Stich (Infineon Technologies AG), Alexander Löser (Berliner Hochschule für Technik) und Mike Bernd (KI-Campus).

Künstliche Intelligenz (KI) ist die nächste Stufe der Digitalisierung. Im Webtalk „Zukunft mitgestalten: Wie Nachwuchskräfte von KI-Wissen profitieren“ erläuterten Alexander Löser (Berliner Hochschule für Technik / Plattform Lernende Systeme), Andrea Stich (Infineon Technologies AG / Plattform Lernende Systeme) und Mike Bernd (KI-Campus) in Impulsvorträgen, welche Talente für die KI-Transformation gesucht werden, welche Kompetenzen für die Zusammenarbeit mit KI nötig sind und wie sich Interessierte fit für den Umgang mit KI machen können.

Zwar schöpfen erst wenige Unternehmen die Potenziale von KI aus, dennoch herrsche bereits ein Mangel an KI-Fachkräften, erläuterte Alexander Löser, Leiter des Data Science Research Center an der Berliner Hochschule für Technik. Für die Entwicklung von KI-basierten Datenprodukten seien im Team fünf Rollen gefragt: Data Scientists, Product Owner sowie Ingenieurinnen und Ingenieure aus den Bereichen Maschinelles Lernen, der Verbindung von Softwareentwicklung und IT-Betrieb (sogenannte DevOps) und der Programmierung von Frontends. Diese Rollen erfordern spezifische Fähigkeiten und eine unterschiedliche Tiefe an KI-Wissen – und entsprechende Qualifikation. Zahlreiche Hochschulen bieten mittlerweile Studiengänge mit einer Spezialisierung oder aber einzelnen Modulen zu KI und Data Science an, wie die KI-Landkarte der Plattform Lernende Systeme zeigt. So böten etwa der Masterstudiengang Data Science und das Data Science Research Center der Berliner Hochschule für Technik eine zielgerichtete Ausbildung, sagte Alexander Löser.

Kein Job, der nicht von KI gestreift werden wird

Doch auch, wer keinen Beruf in der Entwicklung von KI-basierten Produkten anstrebt, werde zukünftig auf Grundkenntnisse rund um die Technologie angewiesen sein, so Andrea Stich, Leiterin der Operations Academy der Infineon Technologies AG: „Es wird keinen Job in einer größeren Firma geben, der in keiner Weise von KI gestreift wird.“ Die Technologie durchdringe künftig alle Bereiche eines Unternehmens, beispielsweise in Form von vorausschauender Wartung in der Produktion oder durch KI-Assistenzsysteme im Büro. Auch das Training und die Ausbildung für die KI-Nutzung werde ein verbreiteteres Berufsbild, so Andrea Stich.

Wie sich Absolvierende und Young Professionals die notwendigen Kompetenzen für die KI-unterstützte Arbeitswelt aneignen können, erläuterte Mike Bernd, Programm-Manager beim KI-Campus. Die öffentlich geförderte Lernplattform für KI bietet zahlreiche kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten in unterschiedlicher Detailtiefe an – nicht nur für Studierende, sondern auch für Berufstätige und lebenslang Lernende. Die verschiedenen Lernformate behandeln die Schwerpunktthemen KI-Grundlagen, Data Literacy, Medizin, Schule und Industrie 4.0.

Abschließend wurde das Plenum für die Teilnehmenden des Webtalks geöffnet, die sich mit Fragen und Diskussionsbeiträgen einbrachten. Die von Pia Schroeder (Plattform Lernende Systeme) und Stefan Göllner (KI-Campus) moderierte Veranstaltung war die zweite Folge des neuen Webtalk-Formats KI.Impulse der Plattform Lernende Systeme.

Die Präsentationsfolien der Referentinnen und Referenten stellen wir auf Wunsch gern zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Linda Treugut / Birgit Obermeier
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lernende Systeme – Die Plattform für Künstliche Intelligenz
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