Interdisziplinärer Workshop der AG-Leitungen: Austausch zu Schwerpunktthemen 2026 bis 2028
Bei ihrem diesjährigen Treffen diskutierten die Leiterinnen und Leiter der Arbeitsgruppen der Plattform Lernende Systeme (PLS) zusammen mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und Mitgliedern der Geschäftsstelle Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2026 und darüber hinaus. In der Laufzeit bis Juni 2028 orientiert sich die PLS an den Zielen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD). Neben der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche digitale Transformation und dem damit verbundenen KI-Transfer steht außerdem der kritische Dialog zu Chancen und Risiken von KI für Gesellschaft und Umwelt auf der Agenda.
Das Treffen der Leiterinnen und Leiter der insgesamt acht Arbeitsgruppen der Plattform Lernende Systeme dient der Vernetzung und dem inhaltlichen Austausch. Es fand Mitte März vor Ort in Bonn sowie als virtuelles Meeting statt. Einleitend präsentierte Dr. Christian Berghoff, BMFTR, die Schwerpunkte der Hightech Agenda Deutschland mit Blick auf Künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien. Die AG-Leitungen stellten anschließend die thematischen Schwerpunkte der Arbeitsgruppen vor und machten dabei die Anknüpfungspunkte an die Hightech Agenda Deutschland deutlich. Es zeigte sich dabei die Bedeutung des Austauschs über fachliche Grenzen hinweg, welche sich auch in interdisziplinär geplanten Publikationen niederschlagen wird.
In einem World Café diskutierten die Teilnehmenden des Workshops den Beitrag der Plattform zu den KI-Zielen der Hightech Agenda Deutschland vor dem Hintergrund der thematischen Schwerpunkte. Im Mittelpunkt des Workshops standen dabei zwei konkrete Fragestellungen: Wie lassen sich KI-Leuchtturmprojekte und ihre Erfolgsfaktoren in Zukunftsbranchen analysieren und sichtbar machen? Wie kann die Plattform KI-Risiken für Gesellschaft (und Umwelt) aufzeigen und Lösungen vorschlagen?
Transfer: Erfolgsfaktoren sichtbar machen
Mithilfe von KI entstehen neue Geschäftsmodelle, die Branchen wie Mobilität und Medizin sowie das gesamte Arbeitsleben prägen. Die Plattform zeigt Chancen und Herausforderungen von KI-basierten Anwendungen sowie Wege für einen gelungenen Transfer in die Praxis auf. In der Diskussion bestand ein Verständnis unter den Teilnehmenden darin, erfolgreiche Praxisbeispiele stärker sichtbar zu machen und etablierte Formate wie die KI-Landkarte gezielter zu nutzen. Als mögliche Ansatzpunkte hierfür wurden Förderung und Einbeziehung regionaler Cluster, bessere Sichtbarkeit von Leuchtturmvorhaben und niedrigschwellige Erprobungsprojekte insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen benannt.
Zugleich unterstrichen die Teilnehmenden die Notwendigkeit, dass Deutschland verstärkt selbst große KI-Modelle entwickelt und in Anwendung bringt und dabei vor allem auch auf KI-Modelle der neuen Generation setzt.
Neben den Potenzialen von KI diskutierten die Teilnehmenden auch mögliche Risiken. Im Fokus standen technologische Abhängigkeiten von externen Modellen, Gefahren für digitale Souveränität, mögliche Fehlentscheidungen in kritischen Infrastrukturen sowie Herausforderungen für gesellschaftliche Meinungsbildung und für das Wissenschaftssystem. In der Diskussion wurde deutlich, dass Deutschland Entwicklungschancen nutzen, zugleich aber Qualitätsverluste, Diskriminierungsrisiken und Fehlentwicklungen frühzeitig adressieren sollte. Die Teilnehmenden nannten als zentrale Hebel AI Literacy, praxisnahe Handreichungen sowie Workshops und Weiterbildungsangebote für öffentliche und gesellschaftliche Akteure.
Die Ergebnisse des World Cafés fließen in die Arbeit der Arbeitsgruppen, in die anstehende Sitzung des Lenkungskreises wie auch in die Kommunikationsmaßnahmen der Geschäftsstelle der Plattform Lernende Systeme ein.
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Petra Brücklmeier
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lernende Systeme – Die Plattform für Künstliche Intelligenz
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